Datenlieferungen gem. § 24 KHG


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Datenlieferung gem. § 24 Abs. 2 KHG

Mit Artikel 3 des Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (BGBl. I, Nr. 23 vom 22.05.2020, S. 1018) wird in § 24 KHG eine Verpflichtung zur unterjährigen Lieferung von Daten gem. § 21 KHEntgG eingefügt.

Die Änderung im § 24 KHG soll „für eine fundierte und sachorientierte Überprüfung der Auswirkungen der mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz beschlossenen Maßnahmen“ eine aussagekräftige und belastbare Informationsgrundlage schaffen. Daher sind von allen Krankenhäusern, die der Datenübermittlungsverpflichtung gem. § 21 KHEntgG unterliegen, zum 15.06.2020 und zum 15.10.2020 jeweils unterjährig Daten gem. § 21 KHEntgG zu liefern. Die Datenlieferung erfolgt zum Zwecke der Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und dessen Überprüfung der Auswirkungen der Regelungen des COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetzes.

Wichtige Eckpunkte haben wir Ihnen in einem Übersichtsblatt zusammengefasst:

Übersichtsblatt
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Zu liefern sind ausschließlich die fallbezogenen Daten (Datengruppe „Fall“) der voll- oder teilstationären Fälle mit Entlassung im Zeitraum 01.01.2020 – 31.05.2020 (Datenlieferungszeitraum I zum 15.06.2020) bzw. im Zeitraum 01.01.2020 – 30.09.2020 (Datenlieferungszeitraum II zum 15.10.2020). Dies gilt auch für Fälle mit noch nicht abschließender Dokumentation (Dateien ICD und OPS) sowie für noch nicht den Kostenträgern in Rechnung gestellter Fälle (Datei Entgelte). Nicht fallbezogene Dateien der §-21-Datenlieferung (bspw. Pflegepersonal, Ausbildung und Abrechnung) sind nicht zu übermitteln. Details entnehmen Sie bitte der Verfahrensbeschreibung auf dieser Seite.

Die Lieferung erfolgt in gewohnter Weise über das InEK-Datenportal an die Datenstelle. Der InEK DatenDienst steht Ihnen für die unterjährige Lieferung ebenfalls zur Verfügung.

Verwendet wird der §-21-Datensatz, der bereits Grundlage für die routinemäßige Datenlieferung zum 31.03.2020 war. Sie erhalten nach Übermittlung der Daten in gewohnter Weise ein Importprotokoll mit der Auflistung der in der Datenlieferung enthaltenen Auffälligkeiten/Fehler.

Das Fehlerverfahren wird von der routinemäßigen Datenlieferung insoweit übernommen, als dass nur eine Prüfung nur auf technisch korrekte Formate und auf hinsichtlich des Datenerhebungszwecks inhaltsverfälschende Fehler durchgeführt wird. Prüfungen auf nicht zu liefernde Bestandteile der Datenlieferung werden gestrichen. Insbesondere in der Datei „Entgelte“ wurden die Prüfungen verschlankt.

Gem. § 24 Abs. 3 KHG wird für jeden nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig gelieferten Fall ein Abschlag in Höhe von 10 Euro fällig; mindestens jedoch 20.000 Euro je Standort eines Krankenhauses, „soweit hierdurch für das Krankenhaus keine unbillige Härte entsteht“ (§ 24 Abs. 3 KHG). Eine Toleranzgrenze ähnlich wie bei der §-21-Datenlieferung wird auch bei der unterjährigen Datenlieferung angewendet (1% Fehlerquote, maximal aber 100 Fälle). Der Abschlag ist von den örtlichen Vertragsparteien bei der nächstmöglichen Budgetvereinbarung zu berücksichtigen (siehe auch Ziffer 1.6 der Verfahrensbeschreibung).

Die Daten des Datenlieferungszeitraums I (entlassene voll- oder teilstationäre Fälle vom 01.01.2020 – 31.05.2020) sind bis zum 15.06.2020 (24:00 Uhr) abschließend zu übermitteln. D.h. ggf. fällige Korrekturlieferungen müssen ebenfalls bis zum 15.06.2020 (24:00 Uhr) übermittelt werden. Datenlieferungen (auch zur Fehlerkorrektur) nach dem 15.06.2020 sind leider nicht möglich.

Die Daten des Datenlieferungszeitraums II (entlassene voll- oder teilstationäre Fälle vom 01.01.2020 – 30.09.2020) sind bis zum 15.10.2020 (24:00 Uhr) abschließend zu übermitteln. D.h. ggf. fällige Korrekturlieferungen müssen ebenfalls bis zum 15.10.2020 (24:00 Uhr) übermittelt werden. Datenlieferungen (auch zur Fehlerkorrektur) nach dem 15.10.2020 sind leider nicht möglich.

Bitte übermitteln Sie daher so früh wie möglich eine Erstlieferung der Daten nach § 24 Abs. 2 KHG, damit Ihnen ausreichend Zeit für eine ggf. fällige Korrektur der Daten bleibt. Aufgrund des zu erwartenden Volumens an Datenlieferungen am 15.06.2020 bzw. am 15.10.2020 ist an diesen Tagen mit verlängerten Antwortzeiten der Datenstelle zu rechnen. Entsprechend könnte die Bereitstellung des Importprotokolls durch die Datenstelle bei hohem Datenlieferungsvolumen mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Wir raten Ihnen daher in beiderseitigem Interesse dringend davon ab, eine erste Datenlieferung erst am 15.06.2020 bzw. erst am 15.10.2020 vorzunehmen. Weitere wichtige Hinweise zu den Lieferfristen entnehmen Sie bitte Ziffer 1.3 der Verfahrensbeschreibung.

Zur Unterstützung der Datenlieferung gem. § 24 Abs. 2 KHG wird die Datenstelle bereits vorzeitig Betriebsbereitschaft herstellen. Ab dem 28.05.2020 bzw. ab dem 28.09.2020 können Testdatenlieferungen (der dann noch unvollständigen) Daten übermittelt werden. Der InEK DatenDienst steht Ihnen ebenfalls ab dem 28.05.2020 bzw. 28.09.2020 zur Verfügung. Damit können Sie frühzeitig testen, ob die Ausleitung der Daten aus dem KIS-System für die Datenlieferung gem. § 24 Abs. 2 KHG funktioniert und im Bedarfsfall erste Schritte zur Problembehandlung einleiten.

Für die Überprüfung gem. § 24 Abs. 1 KHG ist eine breite Datensammlung äußerst wichtig. Bitte stellen Sie daher sicher, dass eine vollständige Übermittlung der Daten (d.h. sämtlicher Fälle in teil- und vollstationärer Behandlung mit Entlassung im jeweiligen Datenlieferungszeitraum) unabhängig von der Vollständigkeit der Kodierung erfolgen kann. Sollte die Ausleitung von Fällen mit einer finalen Freigabe der Dokumentation verbunden sein, stellen Sie bitte für die Vollständigkeit Ihrer Datenlieferung im jeweiligen Datenlieferungszeitraum sicher, dass auch Fälle mit noch nicht finaler Dokumentation ausgeleitet werden können. Entsprechendes gilt auch für Fälle mit noch fehlender Rechnungsstellung. Bitte liefern Sie auch Fälle, die Sie den Kostenträgern noch nicht in Rechnung gestellt haben. Diese Fälle werden ausschließlich mit einem „Null-Euro-Entgelt“ (Entgeltart „00000000“ mit einem Rechnungsbetrag von 0 Euro (Null Euro)) übermittelt. Details entnehmen Sie bitte Ziffer 3.1.3 der Verfahrensbeschreibung.

Wir haben Ihnen eine ausführliche Verfahrensbeschreibung mit den zentralen Änderungen zur regulären §-21-Datenlieferung sowie wichtigen Hinweisen zusammengestellt. Alle in der Verfahrensbeschreibung nicht als geändert genannten Aspekte zu den fallbezogenen Daten, die in der Datensatzbeschreibung zur §-21-Datenlieferung aufgeführt werden, behalten ihre Gültigkeit auch für die Lieferung der Daten gem. § 24 Abs. 2 KHG.

Verfahrensbeschreibung
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Für die Datenlieferung gem. § 24 Abs. 2 KHG wird grundsätzlich das Fehlerverfahren aus der Datenlieferung gem. § 21 KHEntgG zum 31.03.2020 verwendet. Datums- und Versionsangaben sind dabei auf den aktuellen Datenlieferungszeitraum (2020) angepasst. Das Verfahren wird allerdings soweit verschlankt, dass nur noch Prüfungen auf technisch korrekte Formate und auf hinsichtlich des Datenerhebungszwecks inhaltsverfälschende Fehler durchgeführt werden. Die Übersicht über die nach der Verschlankung des Fehlerverfahrens noch aktuellen Prüfungen stellen wir Ihnen in gewohnter Weise zur Verfügung:

Übersicht Fehlerverfahren
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Änderung Fehlerverfahren
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Bei Fragestellungen rund um den Datenannahmeprozess können Sie sich gerne in gewohnter Weise an die Datenstelle wenden.

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